Inklusion

Weg in eine inklusive Gesellschaft ebnen

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) trat am 03. Mai 2008 in Deutschland in Kraft. Die Resolution fordert uns auf, unsere gesellschaftlichen Lebensräume inklusiv, das heißt so zu gestalten, dass jeder Mensch teilhaben kann. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe muss vor allem der CDU und Jungen Union am Herzen liegen. Das christliche Menschenbild verpflichtet uns, auch Menschen mit Beeinträchtigung zu befähigen, wie alle anderen ein selbstbestimmtes Leben zu führen und als gleichberechtigter Teil der Gemeinschaft in allen Lebensbereichen nach ihrem persönlichen Glück und Erfolg zu streben. Vor Ort heißt das konkret eine umfassende Barrierefreiheit zu schaffen. Die Junge Union Wuppertal tritt deshalb für ein barrierefreies Wuppertal ein. Wir machen uns dafür stark, dass Menschen mit Behinderung in Wuppertal ein barrierefreies Leben führen können. Dazu zählt neben baulichen Anpassungsmaßnahmen im öffentlichen Raum wie z.B. ein barrierefreies Rathaus und Bahnhöfe auch der Zugang zu Information und Kommunikation sowie zu bürgerschaftlichem Engagement und Mitbestimmung. Zudem müssen die Lebensräume der verschiedenen Generationen, vom Kindergarten über Schule und Arbeitsstätte bis hin zu tagesstrukturierenden Angeboten für Senioren, in den Blick genommen, geöffnet und zu gemeinsamen Lebenswelten für alle Menschen umgestaltet werden.

Inklusion umfasst jedoch mehr als bauliche Maßnahmen. Neben realen Hindernissen müssen auch Barrieren in den Köpfen der Menschen abgebaut werden. Die Junge Union Wuppertal will einen Beitrag für ein neues Bewusstsein schaffen. Es gibt so viele „kleine Welten“, die geschaffen worden sind, um den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden: Sonderkindergärten, Förderschulen, Werkstätten, Wohnheime, Behindertensportvereine, Freizeitangebote für Behinderte; die Liste lässt sich beinahe endlos fortsetzen. Das Ergebnis aber kennen wir alle: Wir wissen nichts voneinander. Menschen mit und ohne Behinderung leben häufig isoliert. In ihren getrennten Lebenswelten treffen sie sich nur selten. Hier bedarf es einer neuen Solidarität, die durch gemeinsame Aktivitäten geschaffen werden kann. Zudem will die Junge Union Wuppertal eine Dialogkultur über das Thema Inklusion in unserer Stadt schaffen. Damit wollen wir den Menschen mit Behinderung vermehrt Gehör verleihen und die Menschen in unserer Stadt für dieses Thema sensibilisieren. Politik für Menschen mit Behinderung zu machen heißt für uns weniger Fürsorge und mehr uneingeschränkte Teilhabe zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen müssen in unserer Gesellschaft mehr sichtbar werden, dann werden Berührungsängste abgebaut. Für uns gilt der Grundsatz: Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert.

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